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Weigerecht, mundgerecht...

Seit dem 1. Juli ist das Fahren in Polen für Auto- und Motorradfahrer günstiger. Auf den zwei staatlich betriebenen Autobahnen gibt es nach Informationen von rbb keine Maut mehr. Für schwerere Fahrzeuge , zum Beispiel Wohnmobile über 3,5 Tonnen, ist weiterhin eine Gebühr fällig. Betroffen sind ein rund 160 km langer Abschnitt der A4 zwischen Wroclaw und Gliwice sowie der 100 km lange Teil der A2 zwischen Konin und Strykow bei Lodz auf der Berlin-Warszawa-Verbindung. Die restlichen Autobahnstrecken, auch die A2 zwischen Frankfurt/Oder und Poznan, sowie die A4 zwischen Katowice und Krakow, sind privat betrieben und bleiben mautpflichtig.

Für Pkw- und Busreisende wird die Fahrt aus Richtung Berlin nach Wrocław (Breslau) bald leichter. Die Arbeiten an der künftigen Autobahn A18 neigen sich dem Ende zu.

Bald wird das einzige noch original erhaltene Teil der alten Reichsautobahn (RAB) 9 Geschichte sein. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten an dem 70 Kilometer langen Teilstück von der deutsch-polnischen Grenze bei Olszyna (Erlenholz) bis zum Anschluss an die polnische A4 Richtung Wrocław (Breslau) und Kraków (Krakau) abgeschlossen und die komplette Fahrbahndecke erneuert sein. Die bisherige Landesstraße DK 18 durch die Woiwodschaften Lubuskie (Lebuser Land) und Dolnośląskie (Niederschlesien) wird den Status einer Autobahn erhalten und fortan als A18 den nahtlosen Anschluss zur deutschen A15 gewährleisten. Die ehemalige Autobahn von Berlin nach Schlesien bestand nur aus einem Fahrstreifen je Richtung. Im Jahr 2006 waren bereits zwei nördliche Fahrstreifen ergänzt worden. Nun wird die ursprüngliche Fahrbahn komplett erneuert.

Ja, an diesen Hirsch kann ich mich noch sehr gut erinnern.

Es regnete in Strömen. Der Rothirsch war nur sehr schwach vernehmbar, aber ausreichend, um ihm durch das lichte Buchen-/Kiefernaltholz zu folgen. Dann, als er länger von der gleichen Stellen aus gemeldet hatte, führte ich den Jagdgast an einem Graben entlang in den dichten Tageseinstand, bis zu einer alten Wetterbuche hin, hinter der wir Stellung bezogen. Dann folgten zwei kurze Stösse mit den Hirschruf. Der Hirsch antwortete sofort und übernahm die Wortführung, da er sich offenbar bedrängt fühlte. Nach kurzer Zeit streckte er auf ca. 20 m sein Haupt unter der Fichtendickung hervor, das Geweih auf den Rücken gelegt. Als er sich wieder abdrehen wollte, folgte ein weiterer, lauter Trenzer, worauf der Hirsch auf der Hinterhand drehte und sich spitz zu uns vor die Dickung schob. Da der Regen auf die Buchenblätter niederprasselte, hatte er uns wohl nicht wahrgenommen. Der Wind stand gut. Dann zog der Hirsch nach links auf ca. 10 m an uns vorbei, über den Graben, an dem wir uns hinter der Buche drückten, und entfernte sich von uns weg. Ich nutzte die Gelegenheit und deutete meinem Jagdgast, jetzt besonders aufmerksam zu sein. Sobald der Hirsch sich breit stellen würde, solle er schiessen. Der Jagdgast lag von Anfang an regungslos auf meinem Dreibein im Anschlag. Kurz darauf setzte ich aus meinem Hirschruf ein leises Knören ab. Der Hirsch reagierte sofort und verhoffte, drehte aber lediglich sein Haupt nach hinten. Da er keine Anstalten machte, sich breit zu stellen, folgte in dem Moment, als er gerade sein Haupt wieder nach vorne wenden wollte, ein zweiter, aber energischer Trenzer, welcher den Platzhirsch zusammenfahren liess und er sich daraufhin sofort breit stellte. Der Schuss brach, der Hirsch zeichnete gut, verschwand aber mit zwei Fluchten im dichten Unterwuchs. Uns stockte der Atem. Wieso das, auf 20 m? Wir schauten uns nur kurz fragend an und folgten dem Hirsch in seiner Fluchtrichtung. Als wir dann nach einer Biegung das mächtige Geweih auf 30 Gänge neben dem Graben liegen sahen, war die Freude über das gemeinsame Brunfterlebnis unbeschreiblich.