Die Landesfläche besteht im Wesentlichen aus einer grossen Tiefebene, welche an ihrer tiefsten Stelle sogar unter dem Spiegel der Ostsee liegt. Die grössten Erhebungen erreichen gerade mal 250 m über dem Meer. Die Landschaft gleicht einem Wechselbad aus grossflächigen Wäldern sog. Heiden, die sich in unzähligen Seen widerspiegeln und einer bis heute noch wenig industrialisierten Landwirtschaft, mit einem Heer von Kleinbauern, die fleissig ihre bunten Felder bestellen.

Nur in Zentralpolen, um Kielce herum, und entlang der Grenze zu Tschechien, Slowakei und Ukraine verändern sanfte Hügel das Landschaftsbild. Die höchsten Bergzüge sind die Karkonoszy (Riesengebirge), Sudety (Sudeten), Beskidy (Beskiden oder Westkarpaten), Tatra und Bieszczady (Waldkarpaten). Die wichtigsten Flüsse heissen Wisla (Weichsel), Odra (Oder), Bug und San.

Die bejagbare Fläche Polens ist in Jagdreviere eingeteilt, ähnlich wie in Deutschland, Österreich und teilweise auch in der Schweiz. Diese werden entweder an eine polnische Jagdgenossenschaft verpachtet oder von der staatlichen Forstverwaltung als Grundeigentümer selber bewirtschaftet. Die Reviergrösse muss mindestens 3000 ha betragen. Bis heute ist eine Verpachtung an Einzel- oder juristische Personen ausgeschlossen.

Ausländische Gastjäger sind in Polen herzlich willkommen. Allerdings ist eine Jagdausübung nur mit einer Sonderbewilligung erlaubt. Diese ist zeitlich begrenzt und gilt nur für das in der Bewilligung genau bezeichnete Revier und die bewilligten Wildabschüsse. Diese dürfen ausschliesslich in Begleitung eines berechtigten, einheimischen Jägers vorgenommen werden.

Jedes Jahr übernehmen wir von der Staatlichen Forstverwaltung ganze Abschusskontingente in Jagdrevieren, die von der Verpachtung an einheimische Jagdgenossenschaften ausgeschlossen worden sind. Auf diese Weise kann der Jagddruck durch einheimische Jäger begrenzt werden, dem der ausländische Jagdgast sonst ausgesetzt sein würde. Somit kann der Jagdgast selbst bei einem kurzen Jagdaufenthalt davon ausgehen, dass er erfolgreich und zufrieden die Heimreise antreten kann.

Lange vorher erledigen wir bereits alle nötigen Reservierungen, Bewilligungen und Reisepapiere, damit Ihre Hinfahrt und die Rückreise reibungslos verlaufen.
Vollamtliche Jagdaufseher oder für die Jagdwirtschaft zuständige Revierförster managen den Jagdbetrieb und führen die Jagdgäste.

Die Unterbringung während des Jagdaufenthaltes erfolgt meist beim zuständigen Revierförster. Die Gästezimmer und die sanitären Anlagen befinden sich im extra hierfür vorgesehenen Gästeteil. In Jagdhäusern der Kategorie »S« verfügt jedes Gästezimmer über DU/WC.

Bei Auswahl der Reise besteht grundsätzlich die Möglichkeit, zwischen Buchung einer Pauschalreise oder Individualreise zu wählen. Bei Buchung einer Pauschalreise kennt der preisbewusste Jäger den Endpreis seiner Jagdreise schon im Voraus. Auch wenn die Hegebestimmungen genau beachtet werden müssen, gibt es bezüglich der im Pauschalpreis enthaltenen Wildabschüsse sonst keine Trophäenlimits. Sollte der Jagderfolg sich einmal nicht einstellen, erhalten erfolglose Jäger einen Teil des bezahlten Reisepreises von uns zurück. Darüber hinaus besteht im Voraus die Möglichkeit, zusätzliche Wildabschüsse zu buchen.

Im Gegensatz zu einer Pauschalreise setzt sich der Gesamtpreis einer Individualreise aus zwei Teilen zusammen - einem festen und einem variablen Kostenteil. Unabhängig vom Ausgang der Jagd fallen die im Voraus bekannten Festkosten für die Unterbringung, Verpflegung und die Jagdorganisation immer an. Die Abschussgebühren können je nach Gewicht oder Grösse der Trophäe stark variieren. Sollte kein Wild erlegt worden sein, bleibt es bei den minimalen Festkosten, ohne die keine Jagd gebucht werden kann. Falls sich der Jagderfolg früh einstellen sollte, können spontan weitere Wildabschüsse an Ort nachgebucht und später zu Hause bezahlt werden.

Nach den langen Wintermonaten beginnt am 11. Mai endlich die lang herbeigesehnte Rehbockjagd. Wer den ersten Jagdtag nicht verpassen will, reist bereits am Vortag an. Manche jagen den Rehbock aus Überzeugung erst im Sommer, wenn seine Decke rot ist und er auf die Blatter springt.

Im Mai sind die Nächte für den Rehbockjäger kurz, denn bereits um 3 Uhr, gut anderthalb Stunden vor Sonnenaufgang, beginnt der Tag. Schnell noch einen Schluck Tee und los geht's zu einer ausgedehnten Morgenpirsch. Der erfahrene Jäger wird das erste Büchsenlicht auf einem Hochsitz oder an einer übersichtlichen Stelle abwarten, um in aller Ruhe zu beobachten, was so alles ausgetreten ist oder bereits wieder zu Holze zieht.

Schon oft konnte auf den frisch keimenden Saaten so mancher Keiler angetroffen werden, der vom Tagesanbruch überrascht wurde. Später, wenn die Sonne schon hoch steht und es Zeit für ein ausgiebiges Frühstück geworden ist, lohnt es sich fast immer, auf dem Nachhauseweg an den jungen Aufforstungen vorbei zu schauen. Tagsüber ruht die Jagd. Erst am Spätnachmittag gegen 18 Uhr wird erneut aufgebrochen, um die Abendpirsch nach Einbruch der Dunkelheit auf einem Hochsitz zu beenden. Hochsitze sind für eine erfolgreiche Pirsch im flachen Gelände unentbehrlich. Deshalb sind diese meist auch zahlreich vorhanden.

In den Feldrevieren Zentral- und Ostpolens oder in der Region Krakau können Rehböcke ein Gehörn mit 550 g und mehr tragen. In den letzten Jahren lagen die Gehörngewichte nach Abzug von 90 g bei durchschnittlich 300 g netto, in Hochwildrevieren etwas tiefer. Für die Mehrzahl der Jäger ist der persönliche Wert einer Trophäe aber nicht von deren Gewicht abhängig. Weit mehr zählt das damit verbundene Jagderlebnis. Denn dunkle und weit bis in die Spitzen geperlte Stangen lassen auch heute noch jedes Jägerherz höher schlagen!

Nach einem ähnlichen Rhythmus verläuft auch ein Jagdtag während der Hirschbrunft, die je nach Gegend von Anfang September bis in den Oktober hinein erlebt werden kann. Jedes Jahr zieht es viele neue Hirschjäger, oft aber dieselben vom Vorjahr, in die Tiefen der polnischen Wälder. Denn dorthin zieht auch das Rotwild aus dem Sommereinstand zu seiner "Hochzeit". Wer noch keine Hirschbrunft erlebt hat, sollte sich das spektakuläre Schauspiel der Natur und eine aufregende Brunftjagd auf keinen Fall entgehen lassen. Achten Sie bei Buchung ihrer ersten Hirschjagd darauf, dass die Reise auch in ein Revier mit aktiven Brunftplätzen führt. Denn abgesehen von Reisetermin und Wetter, das den Jagderfolg ebenfalls stark beeinflussen kann, sollte bei der Wahl des Reviers nicht gespart werden! Polnische Rothirsche sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt für dunkle und endenfreudige Stangen. Spitzentrophäen können bei guter Veranlagung 20 Enden sowie ein Gewicht von 10 kg und mehr erreichen. Im Durchschnitt zählt ein Geweih aber 12 Enden und wiegt 5 bis 6 kg, weil die meisten Hirsche auf sandigen Waldböden stehen. Das führt zu einem porösen Geweihaufbau mit weniger Gewicht (ein echter Preisvorteil), ohne dabei an Volumen bzw. Masse zu verlieren.

Im Winter, trotz Schnee, Eis und Kälte, zählt eine traditionelle Treibjagd auf Schwarz- und übriges Schalenwild für Viele zu einem Höhepunkt in der Jagdsaison. Die Begegnung mit Freunden und die Spannung, welche sofort aufkommt, sobald Aufbruch zur Jagd geblasen wird und sich aus der Ferne das Geläut der Hundemeute nähert, gehören schon zu einem Erlebnis der ganz besonderen Art. Die Vorbereitung einer gut organisierten Treibjagd erfordert vom Jagdleiter viel Erfahrung und Spürsinn. Deshalb sind nicht alle Reviere für eine Treibjagd geeignet. Bei wenig Nachsuchen und optimalen Wetterbedingungen können acht bis zehn Treiben pro Jagdtag abgehalten werden. Eine Tagesstrecke von 10 bis 20 Stück Wild, davon 50% Schwarzwild, ist durchaus realistisch.

Zunehmender Beliebtheit erfreut sich unser Pauschalangebot, bei dem für jeden Jagdteilnehmer gleiche Preis- und Jagdbedingungen gelten. Im Vergleich zu ähnlichen Angeboten auf dem Markt gibt es jedoch wesentliche Unterschiede. Diese bestehen darin, dass im Rahmen des bewilligten Abschussplanes neben Keilern und weiblichem Schalenwild auch Rothirsche unter 2 kg Geweihgewicht (ab 2. Kopf) und Schmalspiesser (1. Kopf) mit Stangen bis 25 cm frei sind. Bei Bavetia erhält jeder Jagdteilnehmer eine Rückerstattung, sofern er keine Sau erlegt hat. Die Rückerstattung erfolgt auch, wenn der auf Schwarzwild Glücklose auf übriges Wild erfolgreich jagen konnte. Ausserdem sind nach Beendigung der Jagd auch die Übernachtung mit Abendessen und Frühstück am nächsten Morgen im Reisepreis enthalten.

Hierzu ein praktisches Rechenbeispiel: Acht Jagdteilnehmer erlegen in drei Tagen 18 Stück Schalenwild, davon 3 Sauen, die von 2 Jagdteilnehmern erlegt werden. Bei Bavetia würde jeder Teilnehmer ohne Saubschuss eine Rückerstattung von 790,00 CHF erhalten. Andere Anbieter hingegen offerieren bei weniger als 20 Stück Wild auf der Strecke eine kollektive Rückerstattung von 425,00 CHF pro fehlendem Stück Schalenwild. Demnach beträgt die Rückzahlung pro Teilnehmer 106,25 CHF. Bei Bavetia erhält also jeder "Pechvögel" um knapp 700,00 CHF mehr zurück, auch wenn der betreffende Teilnehmer übriges Schalenwild erlegt konnte.

Die grössten Aussichten auf einen kapitalen Keiler verspricht, in den Monaten November bis Februar, ein Nachtansitz bei zunehmendem Mondlicht. Hierfür haben wir einige grossflächige Waldreviere im Angebot, in denen Keiler noch alt und reif werden können. Die längsten Keilerwaffen aus diesen Revieren erfreuten mit einem Gewaff von 27 cm, 25 cm und 24,5 cm. Dass waren keine Zufallstreffer! Oft steckt hinter so einem Jagderfolg viel Geduld und ein erfahrener Jagdführer, der es versteht, seinen Jagdgast mehrmals an Keiler heran zu führen. So werden jedes Jahr einige Keiler mit Waffen über 20 cm erlegt.



















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